Tipps und Tricks: Size Matters – auf den Raum für einen Lego Serious Play-Workshop kommt es an

Der richtige Raum trägt maßgeblich zu einem gelungenen Workshop bei

Kunden, die einen LEGO® SERIOUS PLAY® Workshop buchen, haben in der Regel keine bis wenig Erfahrung mit den Besonderheiten und Anforderungen an den Ablauf. Dabei laufen diese substanziell anders ab, als klassische Meetings. Daher sind auch die Anforderungen an den Raum für einen LEGO SERIOUS PLAY-Workshop anders, als üblich.

Warum schreibe ich das?

Kürz­lich soll­te ich einen Work­shop für 10 Füh­rungs­kräf­te mode­rie­ren. Die gesam­te Raum- und Hotel­or­ga­ni­sa­ti­on wur­de von einer Assis­tenz vor mei­ner Beauf­tra­gung orga­ni­siert. Ich wur­de erst nach Beauf­tra­gung über den Raum infor­miert und damit qua­si vor voll­ende­te Tat­sa­chen gestellt. Bei­na­he wäre der gan­ze Work­shop dar­an geschei­tert.

Die Ausgangslage

Das Dreh­buch sah einen 2‑tägigen Stra­te­gie­work­shop der Bau­stu­fe 2 „gemein­sa­me Model­le“ vor. Ergeb­nis­se der vor­he­ri­gen Run­den bil­de­tet Input für die fol­gen­den Fra­ge­stel­lun­gen. Des Wei­te­ren soll­ten Maß­nah­men auf einem Zeit­strahl abge­bil­det wer­den.

Dadurch ergaben sich folgende Anforderungen:

  • 4 Tische im Block mit 10 Stüh­len
  • 2 Tische im Block für das Shared Modell
  • 2 Tische in Rei­he für den Zeit­strahl
  • 2 Tische in Rei­he für Stei­­ne-Menü
  • Tisch­de­cken, Bea­mer, Flip­chart
  • mind. 60 qm

Was ich (zunächst) bekommen habe:

  • 6 Tische im Block mit 10 Stüh­len
  • Tisch­de­cken, Bea­mer, Flip­chart
  • 40qm (davon 1 Sei­te voll­ver­glast)

Wäre das ein nor­ma­ler Work­shop gewe­sen, wäre der Raum sicher aus­rei­chend gewe­sen. Da aber bei einem LEGO SERIOUS PLAY-Work­­shop viel mehr Akti­vi­tät, Orts­wech­sel und Bewe­gung statt­fin­den, wäre der Raum gänz­lich unge­eig­net gewe­sen.

(Man kann hier übri­gens Hotel­per­so­nal auch kei­nen Vor­wurf machen: Auch die ken­nen in der Regel LEGO SERIOUS PLAY nicht).

Grund­sätz­lich wird mei­ner Erfah­rung nach die Pro­ble­ma­tik vom Auf­trag­ge­ber ver­stan­den – so auch in die­sem Fall. So konn­ten wir noch kurz­fris­tig einen ande­ren Raum fin­den. Die­ser genüg­te dann allen Ansprü­chen.

Kommt das häufig vor?

Wenn auch sel­ten, so kommt es gra­de bei kurz­fris­ti­gen Buchun­gen immer wie­der vor, dass der Raum zu knapp bemes­sen ist. In die­sem Fall gibt es nur 2 Optio­nen:

  1. Inter­ve­nie­ren
    Über­zeu­gen Sie den Auf­trag­ge­ber, war­um der Raum wich­tig ist
  2. Absa­gen / Ver­schie­ben
    Der Raum trägt zur Arbeits­at­mo­sphä­re bei. Ein zu klei­ner Raum macht schlech­te Ergeb­nis­se wahr­schein­li­cher. Schlech­te Ergeb­nis­se füh­ren zu unzu­frie­de­nen Kun­den.

Beispiel für einen ungeigneten Raum für einen LEGO SERIOUS PLAY-Workshop

Beispiel für einen gut geeigneten Raum für einen LEGO SERIOUS PLAY-Workshop

Tipps für den perfekten Raum:

1. Frühzeitig in die Planung eingreifen!

Wenn mög­lich, orga­ni­sie­ren Sie den Raum, bzw. über­neh­men Sie die Buchung des Rau­mes im Hotel! Wenn das nicht geht, oder die Ver­an­stal­tung intern statt­fin­det, dann tei­len Sie Ihre Anfor­de­run­gen früh­zei­tig mit.

2. Besichtigen

Woh­nen Sie in der Nähe? Dann machen Sie einen Vor­­ort-Ter­­min aus und besich­ti­gen Sie die Räu­me. Dann kön­nen Sie vie­les direkt im Gespräch klä­ren, oder

3. Fotos

Ist eine Besich­ti­gung nicht mög­lich, dann las­sen Sie sich Fotos sen­den. Bei Hotels kann man die­se oft auf der Web­sei­te betrach­ten. Durch die Bil­der bekom­men Sie einen ers­ten Ein­druck und kön­nen die Beson­der­hei­ten in der Pla­nung berück­sich­ti­gen.

4. Tischdecken

Sie dämp­fen den Lärm­pe­gel. Außer­dem kön­nen Stei­ne schwe­rer in Rit­zen ver­schwin­den.

5. Aufs Klima achten

Klei­ne Räu­me kön­nen sich schnel­ler auf­hei­zen. Ins­be­son­de­re im Hoch­som­mer kann einen das vor Her­aus­for­de­run­gen stel­len. Die Kon­zen­tra­ti­on Aller lässt spür­bar nach. Der Pau­sen­drang steigt. Der Flow reißt ab. Ein guter Raum hat eine kon­stan­te Wohl­fühl­tem­pe­ra­tur – die Kli­ma­an­la­ge ist nicht zu heiß, nicht zu kalt.

6. Stifte, Medien und Flipchart

Nut­zen Sie einen Mac? Adap­ter nicht ver­ges­sen! Stif­te: Immer eige­ne mit­brin­gen. Es ist pein­lich, wenn Sie etwas notie­ren wol­len, und die Stif­te sind aus­ge­trock­net. Flip­chart: Immer eig­nes dabei­ha­ben als Reser­ve.

Die richtige Raumgröße: Sie brauchen für 10 — 12 Personen ca. 50 – 60qm.

Je nach Dau­er, Vor­ha­ben und Raum­zu­schnitt (Work­shops mit 30, 50 oder mehr als 100 Per­so­nen sind noch­mal anders, sol­len aber hier nicht bespro­chen wer­den, denn für sie braucht man sehr viel Kennt­nis und Erfah­rung).

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