Fallstudie: Lean Management in komplexen Fertigungen simulieren – mit Lego®

Workshopziel: Die Führungskräfte kennen die Lean Management-Prinzipien, haben diese auf das eigene Werk transferiert und Maßnahmen für sich definiert.

Workshoptyp: Lean-Management Workshop im Führungsteam
Teilnehmer: 7 (63 insgesamt; 9 Workshops)
Zeit: 5 Stunden
Der Kunde:

Der Kun­de ist ein inter­na­tio­na­les mit­tel­stän­di­sches Maschi­nen­bau­un­ter­neh­men, das eine Viel­zahl an Pro­duk­ten in hoher Vari­anz und unter­schied­li­chen Fer­ti­gungs­tie­fen pro­du­ziert. Die Pro­duk­ti­on erfolgt in meh­re­ren Schrit­ten, ist sehr zyklisch und Out­pu­t­ori­en­tiert. Die Mit­ar­bei­ter sind oft in einer „Feu­er­lösch­funk­ti­on“.

Die Aufgabenstellung:

Die Mit­ar­bei­ter sind häu­fig in einer Feu­er­lösch­funk­ti­on. Um die Pro­duk­ti­on zu glät­ten und die Abläu­fe ruhi­ger zu gestal­ten, möch­te der Kun­de sich an Lean Mana­ge­­ment-Prin­­zi­­pi­en ori­en­tie­ren. Die Sor­ge des Kun­den war, dass weder Pro­duk­te noch die Pro­duk­ti­on stan­dar­di­sier­bar wie in der Auto­mo­bil­in­dus­trie sei­en und die Lean Mana­ge­­ment-Prin­­zi­­pi­en daher nicht anwend­bar. Die­se Ansicht ist auf wei­ten Ebe­nen der Füh­rungs­teams bis auf Team­lei­ter­ebe­ne vertreten.

Ablauf:

Um zu demons­trie­ren, dass sich Lean Manage­ment auch in Pro­duk­tio­nen mit hoher Kom­ple­xi­tät, hohen Vari­an­zen und hoher Fer­ti­gungs­tie­fe ein­füh­ren lässt, wur­de mit der Geschäfts­lei­tung ver­ein­bart, alle Füh­rungs­kräf­te des Wer­kes durch eine Lean Mana­ge­­ment-Simu­la­­ti­on zu schulen.

Dafür wur­de die von Jens Drö­ge und dem Stein­­beis-Bera­­tungs­­­zen­­trum Inter­cul­tu­ral Aca­de­my eigen­ent­wi­ckel­te Lean LEGO®-Simu­la­ti­on ein­ge­setzt. Anders als in vie­len ande­ren Lean-Simu­la­­ti­o­­nen (bspw. „Kar­­ton-Simu­la­­ti­on“) wird hier auf Kom­ple­xi­tät in den zu fer­ti­gen­den Pro­duk­ten Wert gelegt. Damit soll gezeigt wer­den, dass sich Lean-Prin­­zi­­pi­en nicht nur auf Stan­­dard-Pro­­­du­k­­ti­o­­nen (bspw. Auto­mo­bil­bau), son­dern auch auf kom­ple­xe Pro­duk­te und (anschei­nend) wenig stan­dar­di­sier­te, unvor­her­seh­ba­re Berei­che über­tra­gen lassen.

In der Schu­lung wur­den den 7 Teil­neh­mern über meh­re­re Run­den fol­gen­de Inhal­te vermittelt:

  • 12 Ver­schwen­dungs­ar­ten
  • 4 Lean Management-Prinzipien 
    • Push vs. Pull-Produktionssystem
    • Flow-pro­­­duc­­ti­on
    • Zero Defects
    • Aus­rich­tung am Takt
  • Wesent­li­che Werk­zeu­ge zur Besei­ti­gung von Verschwendung

Aus­gangs­punkt war eine eine Pro­duk­ti­on, wie man sie oft vor­fin­den kann. Im Lau­fe der Zeit wur­den Opti­mie­run­gen durch­ge­führt, um die Anwen­dung und Aus­wir­kun­gen der ein­ge­führ­ten Lean-Prin­­zi­­pi­en erleb­bar und erkenn­bar zu machen.

Im Rah­men die­ser inter­ak­ti­ven Simu­la­ti­on arbei­ten die Teil­neh­mer in einer klei­nen LEGO® Pro­duk­ti­ons­li­nie und wer­den mit ver­schie­de­nen Her­aus­for­de­run­gen des Pro­duk­ti­ons­all­tags kon­fron­tiert, die sie mit Hil­fe von Lean-Prin­­zi­­pi­en zu über­win­den lernen.

An jede Run­de schloss sich ein Debrief an, in der die Ergeb­nis­se aus­ge­wer­tet, ein (fik­ti­ver) Gewinn ermit­telt, die Durch­lauf­zei­ten und gemein­sam wei­te­re Ver­bes­se­run­gen bespro­chen wurden.

Einen gro­ßen Raum nah­men in den wei­te­ren Schrit­ten die Bedeu­tung von Stan­dards sowie gegen­sei­ti­gen Ler­nen und der kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­bes­se­rung (KVP) ein. Auch kri­ti­sche Sach­ver­hal­te, wie z.B. Angst der Mit­ar­bei­ter vor mög­li­chem Arbeits­platz­ver­lust, wur­den von Jens Drö­ge behut­sam und sorg­fäl­tig besprochen.

Durch das Begreif­bar­ma­chen der ver­schie­de­nen Werk­zeu­ge waren die Füh­rungs­kräf­te im Anschluss in der Lage, die Lean Mana­ge­­ment-Prin­­zi­­pi­en auf die eige­ne Fer­ti­gung zu über­tra­gen. Gemein­sam wur­den ers­te Maß­nah­men defi­niert und ein Maß­nah­men­plan aufgestellt.

Ergebnisse:

Die Teil­neh­mer waren im Anschluss an die Lean LEGO Lean Manage­ment — Simu­la­ti­on in der Lage

  • Das Gelern­te auf ande­re Berei­che zu transferieren
  • Ver­schwen­dung zu erken­nen und Gegen­maß­nah­men abzuleiten
  • Zu ver­ste­hen, wie Lean Manage­ment in der Pra­xis funktioniert
  • Zu erken­nen, dass Lean Manage­ment auch in Berei­chen mit hoher Kom­ple­xi­tät funktioniert
  • Maß­nah­men zu erar­bei­ten und kon­kret in die Umset­zung zu bringen
Feedback:

Am Anfang war ich skep­tisch: LEGO. Aber dann war es ein­fach super!“

Wir haben echt viel Potenzial!“

Das man es schafft, von über 5 Minu­ten für einen „Flug­zeug­trä­ger“ auf 1:20 zu kom­men, unglaub­lich! Das hät­te ich am Anfang nicht gedacht!“

Praktische Tipps:
      • Erfah­rung in der Mode­ra­ti­on von Grup­pen und vom Lean Manage­ment ist unerlässlich
      • Sie müs­sen auch kri­ti­schen Fra­gen mit not­wen­di­ger Sen­si­bi­li­tät begeg­nen. Ver­set­zen Sie sich in die Lage eines betrof­fe­nen Mitarbeiters
      • Lean Manage­ment ist kei­ne Metho­de. Es ist eine Phi­lo­so­phie. Machen Sie das dem Manage­ment deutlich.
      • Sie brau­chen genü­gend Raum und Zeit. Die Mit­ar­bei­ter dür­fen nicht vom Tages­ge­schäft abge­lenkt werden.
      • Der Schlüs­sel des Erfolgs liegt in der Zusam­men­ar­beit und dem gegen­sei­ti­gen Lernen
      • Pla­nen Sie genug Pau­sen ein und ach­ten Sie auf gutes Zeitmanagement.

Wenn Sie auch Inter­es­se an der Lean Manage­ment „Lean-LEGO“-Simulation haben, dann spre­chen Sie mich an. Ich spre­che mit Ihnen ger­ne Ihre Fra­ge­stel­lun­gen an und zei­ge Ihnen, wie auch Ihr Work­shop mit einem „Aha-Effekt“ endet.

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