LEGO Serious Play Praxistipp Fragetechnik: Der Rettungsanker

Oder: Was, wenn die Teilnehmer die Antwort auf die Aufgabe bauen, die sie gerne hören würden.

LEGO Serious Play Pra­xis­tipp: Wer bei uns von SERIOUSWORK in der Aus­bil­dung war, hat ver­stan­den, wie wich­tig der Zusam­men­hang zwi­schen Ziel, Auf­ga­be und Refle­xi­on ist. Sie haben geübt, wie man die per­fek­te Auf­ga­ben­stel­lung fin­det, wie man sie tes­tet und so an ihr feilt, bis sie wirk­lich zum Work­shop­ziel führt. Und den­noch: Es gibt Situa­tio­nen, in denen selbst der erfah­rens­te LEGO Serious Play-Trai­­ner merkt: Die Model­le pas­sen nicht zur Auf­ga­ben­stel­lung.

Wenn das Modell nicht zur Aufgabenstellung passt

Denn letzt­lich sind wir eben alle nur Men­schen. Und wir haben alle unse­re Vor­stel­lun­gen, unse­re Ver­hal­tens­mus­ter und Wert­maß­stä­be. Und die kön­nen dazu füh­ren, dass wir eben nur hören, was wir auch hören wol­len. Und so pas­siert es, dass Ant­wor­ten gebaut wer­den, die nicht zur Fra­ge­stel­lung pas­sen.

Han­delt es sich nicht gra­de um einen stra­te­gi­schen Work­shop, wür­de man das ver­mut­lich nicht wei­ter beach­ten. Zumin­dest, sofern es sich nur um einen ein­zel­nen Teil­neh­mer han­delt (haben meh­re­re Teil­neh­mer an der Auf­ga­be vor­bei gebaut, dann muss man sich die Fra­ge stel­len, ob die Auf­ga­be zu unprä­zi­se for­mu­liert war).

In stra­te­gisch wich­ti­gen Work­shops möch­te man aber errei­chen, dass jeder Teil­neh­mer sei­ne Erkennt­nis­se und Mei­nun­gen teilt. Hier ist es fatal, wenn einer die Auf­ga­be falsch inter­pre­tiert.

LEGO Serious Play Praxistipp: Der “Rettungsanker” als Lösung

In die­sem Fall nut­ze ich eine Tech­nik, die ich als „Ret­tungs­an­ker“ bezeich­ne. Die­se Tech­nik nut­ze ich in den sel­te­nen Fäl­len, in denen eine Ant­wort am Ziel vor­bei geht oder zu ober­fläch­lich ist. D

Dazu bitte ich die Teilnehmer:

Wir haben hier Model­le vor­ge­stellt bekom­men, die alle eine unter­schied­li­che Tie­fe haben. Man­che davon beleuch­ten das Pro­blem noch nicht ganz. Daher nimmt bit­te jeder einen Stein und modi­fi­ziert sein Modell so, dass es wirk­lich die Geschich­tet von … erzählt. Ihr habt dazu 30 Sekun­den Zeit.“

Die­ser Ret­tungs­an­ker führt dazu, dass die Teil­neh­mer noch mal tief in sich hin­ein­hö­ren und signi­fi­kant bes­se­re Ant­wor­ten lie­fern. Die­se Ant­wor­ten füh­ren letzt­lich zu bes­se­ren Ergeb­nis­sen – und Ergeb­nis­se sind letzt­lich der Grund, war­um Work­shops über­haupt durch­ge­führt wer­den.

Sie wollen mehr von diesen Kniffen und Techniken in Aktion erleben oder selber lernen?

Tipps und Tricks ler­nen Sie in Akti­on in unse­rer Aus­bil­dung zum LEGO SERIOUS PLAY Faci­li­ta­tor — online wie prä­senz.

Die Aus­bil­dung von SERIOUSWORK ist die ein­zi­ge, die Sie sofort in den Fah­rer­sitz erhebt. Jede Übung, die wir als Trai­ner vor­ma­chen, machen Sie unter Anlei­tung nach. Sie lern­den von der direk­ten Übung, dem Feed­back und der Inter­ak­ti­on. Am Ende der bei­den Tage wer­den Sie Ihren ers­ten Work­shop mode­riert haben — Fah­ren lernt man nicht auf dem Bei­fa­her­sitz!

Ter­mi­ne und die Anmel­dung zur online-Aus­­­bil­­dung oder zur Prä­sen­z­aus­bil­dung fin­den Sie auf www.serious.global.

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