Ablauf LEGO® Serious Play®

Die LEGO Serious Play-Methode: Wie funktioniert ein LEGO Serious Play Workshop?

Bei einem LEGO Serious Play-Workshop handelt es sich um einen geführten Prozess. Dieser wird von speziell ausgebildeten Fazilitatoren geleitet. Ein LEGO Serious Play Workshop läuft dabei immer nach dem gleichen Kernprozess ab.

Der LEGO Serious Play Kernprozess:

1.  Aufgabe gestellt bekommen

2. Bauen

3. Teilen

4. Reflektieren

(Aus Sicht des Teilnehmers; Quelle: SERIOUSWORK — Meetings und Workshops mit der LEGO Serious Play-Methode moderieren)

1. Aufgabe gestellt bekommen

Der Certified LEGO Serious Play-Facilitator präsentiert den Teilnehmern die Aufgabe. Diese darf keine offensichtliche oder „richtige“ Antwort haben. Unsere Aufgaben orientieren sich immer am Ziel des Workshops und sind sorgfältig darauf abgestimmt.

2. Bauen

Die Teilnehmer bauen ihre Antwort mit speziell zusammengestellten LEGO-Steinen. Während des Bauens schreiben sie ihren Modellen eine Bedeutung zu und entwickeln eine Geschichte. Alle Teilnehmer bauen mit — es entsteht 100% Beteiligung.

3. Teilen

Alle Teilnehmer teilen die Geschichten und Interpretationen untereinander. Sie hören den Geschichten der anderen zu. Der Facilitator steuert den Prozess und weckt die Neugierde für tiefergehende Bedeutungen. Jeder wird 100% angehört.

4. Reflektieren

Der Moderator ermutigt die Teilnehmer zur Reflektion über das in den Modellen Gehörte und Gesehene. Wir orientieren uns dabei am ORID Framework. So stellen wir Fragen, die das Ergebnis tiefergehend beleuchten und weitere Erkenntnisse liefern.

Zu Beginn jedes LEGO Serious Play-Workshops steht immer das so genannte Skills Build.

In ihm werden die drei Arten der Kommunikation vermittelt:

  • auditiv: Geschichtenerzählen mit Steinen und Metaphern
  • visuell: Zuhören mit den Augen — Verankerung durch die Kombination aus Wort und Bild
  • kinästhetisch: Denken mit den Händen — Fühlen und Spüren

Außerdem werden folgende Fähigkeiten vermittelt

  • Technische Skills (Steine auf eine andere Art zusammenzusetzen)
  • Metaphorische Skills (Steine als Metaphern zu nutzen)
  • Storrytelling Skills (Mit gebauten Modellen und Metaphern ganze Geschichten erzählen)

⇒ Mehr zur Bedeutung des Skills Build auch hier: Warum ein 10-Minuten Skills-Build fahrlässig ist und hier: Was im LEGO Serious Play Skills Build alles vermitttelt wird.

Wie funktioniert ein LEGO Serious Play Workshop: Die LEGO Serious Play Baustufen

An das Skills Build schließt sich immer ein individuelles Modell an (sog. Baustufe 1) – wobei das Skills Build per se auch schon in dieser Baustufe stattfindet.

Die Baustufe 1: individuelle Modelle

In dieser Baustufe baut jeder Teilnehmer für sich eine Antwort auf die gestellte Aufgabe. Diese Antworten werden von allen vorgestellt. Daran schließt sich die Reflexionsphase an.

Ein LEGO Serious Play-Workshop kann mit der Baustufe 1, dem individuellen Modell, bereits enden. Das ist zum Beispiel bei Coaching mit LEGO Serious Play der Fall.

Ein Workshop der Baustufe 1 (individuelles Modelle) kann sowohl Präsenz als auch online durchgeführt werden.

Die Baustufe 2: Gemeinsame Modell

In der Regel schließt sich ein gemeinsames Modell (sog. Baustufe 2) an. Hier entsteht aus wesentlichen Elementen aller individuellen Modelle ein gemeinsames Verständnis über ein Thema.

Die Baustufe 2 (gemeinsames Modell) kann sowohl Präsenz durchgeführt werden als auch online. Hier gibt es 2 Vorgehensweisen: Den Magic Hands©-Prozess, als auch den Magic Hands© und Build Along©-Prozess.

Beide Prozesse transportieren die Prinzipien von LEGO Serious Play in die Online Welt. Beide führen außerdem zu dem gleichen hohen Grad an Commitment. Sie unterscheiden sich allerdings im Grad der Komplexität. Daher benötigt man für die Moderation von #onlineLSP auch speziell ausgebildete Facilitatoren.

Die Baustufe 3: Systemmodelle

95% aller Workshops mit LEGO Serious Play finden in der Baustufe 2: gemeinsame Modelle statt. In wenigen Fällen schließt sich hier ein Systemmodell (Baustufe 3) an.

Systemmodelle sind weitaus komplexer und erfordern sehr viel mehr Erfahrung als Facilitator. Sie sind aber auch sehr wirkungsvoll. Mit ihnen lassen sich komplexe Sachverhalte und Systeme mitsamt seinen bekannten und unbekannten Auswirkungen untereinander darstellen.

Dieses so entstandene System lässt sich simulieren: Man schaut, wie sich ein Vorfall,  der das auf das System (z.B. die Unternehmensstrategie) einwirkt, verhält. Dazu beobachtet man die miteinander verbundenen und aus LEGO-Modellen gebauten Einflussfaktoren. Aus dieser Simulation leitet man Gegegenmaßnahmen ab und bewertet diese.

Wir vermitteln diese Skills in einem speziellen Advanced-Training.

Mehr über LEGO Serious Play online finden Sie in unserem neuen Buch. Weitere Tipps, wie ein LEGO Serious Play-Workshop funktioniert, finden Sie zudem in unseren Büchern SERIOUSWORK – Workshops und Meetings mit der LEGO Serious Play-Methode moderieren sowie MASTERING LSP — 44 Facilitation Techniques for Trained LEGO Serious Play Facilitators

Welche Möglichkeiten mit LEGO Serious Play bestehen, klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch. Ansonsten besuchen Sie gerne eines unserer Meetups in Frankfurt, München, Stuttgart oder Berlin (auch online möglich).
Und wenn Sie schon eine konkrete Vorstellung von Ihrem Workshop haben, dann vereinbaren gerne einen Termin. Wir helfen Ihnen, aus Ihrem Workshop das Beste herauszuholen. Rufen Sie uns an unter +49 7123 37 60 396, schicken Sie uns eine SMS oder eine Email um zu erfahren, wie wir Sie unterstützen können.
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