Tipps und Tricks: LEGO SERIOUS PLAY Sets kaufen oder leihen? Tipps für neue Trainer und Moderatoren

Wann lohnt sich der Kauf von LEGO SERIOUS PLAY Sets?

Nachdem ich neuen Trainern und Facilitatoren der LEGO SERIOUS PLAY-Methode bereits einige Tipps zum Vermeiden von Fallstricken und zum Transport und der Aufbewahrung von Steinen gegeben habe, gebe ich hier Hinweise, unter welchen Gesichtspunkten der Kauf von LEGO SERIOUS PLAY Sets lohnt oder ob man Steine besser leihen sollte.

Als neu aus­ge­bil­de­ter Faci­l­i­tia­tor, Trai­ner oder Mode­ra­tor will man nur eins: sofort los­le­gen. Aller­dings kann eine Erst­aus­stat­tung mit rund 2.000 EUR sehr schnell ins Geld gehen. Daher soll­te man sich als neu­er Trai­ner Gedan­ken machen, was man wirk­lich braucht – und ob.

Ob sich die Erstinvestition lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab:

Bin ich interner oder externer Moderator?
  • Ein inter­ner Trai­ner hat unter Umstän­den den Vor­teil, die Sets auf Fir­men­kos­ten zu beschaf­fen. Ein exter­ner trägt die Kos­ten in der Regel sel­ber, sofern er nicht die Kos­ten für Mate­ri­al an den Kun­den wei­ter belas­ten kann oder möch­te.
Wie will ich LEGO SERIOUS PLAY einsetzen?
  • Soll LEGO SERIOUS PLAY mehr in der Arbeit mit Ein­zel­nen oder mit Teams ein­ge­setzt wer­den? Wer mehr mit Ein­zel­nen und mit Model­len der Bau­stu­fe 1 „indi­vi­du­el­le Model­le“ arbei­tet, für den rei­chen Win­dows Explo­ra­ti­on Sets in der Regel aus.
  • Auch wer in Teams arbei­tet, muss sich über­le­gen, wel­che Art von Work­shops der Schwer­punkt sein soll. Für Feed­back­work­shops sind Star­ter Kits z.B. gut geeig­net. Aber auch sehr ein­fa­che gemein­sa­me Model­le der Bau­stu­fe 2 „gemein­sa­me Model­le“ las­sen sich schon mit meh­re­ren Star­ter Kits errei­chen. Der Nach­teil: die Sets sind hin­ter­her ver­mischt und es erfor­dert hohen Sor­tier­auf­wand, die Stei­ne wie­der zu tren­nen.
  • Für kom­ple­xe­re Model­le mit höhe­re Aus­sa­ge­kraft oder Model­le der Bau­stu­fe 3 „Sys­tem­mo­del­le“ wer­den jedoch das Con­nec­tors Kit bzw. Land­s­cape and Iden­ti­ty Kit benö­tigt.
Wie oft kommt LEGO SERIOUS PLAY zum Einsatz?
  • Wer plant, die LEGO SERIOUS PLAY-Metho­­de in sein Stan­dard­re­per­toire auf­zu­neh­men, für den kann sich der Kauf loh­nen. Aller­dings wür­de ich auch hier nicht zu einem sofor­ti­gen Kauf raten. Denn die Kos­ten für die Sets müs­sen sich durch das zu erwar­ten­de Hono­rar amor­ti­sie­ren. Gra­de Faci­li­ta­to­ren, die am Anfang ihrer Kar­rie­re ste­hen und noch nicht über einen gro­ßen Kun­den­stamm und ein ent­spre­chen­des Auf­trags­vo­lu­men ver­fü­gen, soll­ten sich die Aus­ga­be zwei­mal über­le­gen.

Eine Alternative zum Kauf kann daher das Leihen sein.

Der inof­fi­zi­el­le LEGO®-Ver­leih LeanSP zum Bei­spiel ver­leiht LSP-Mode­ra­­ti­on­s­­kof­­fer, lie­fert die­se direkt an den Ver­an­stal­tungs­ort und holt dort wie­der ab. Jeder Trol­­ley-Kof­­fer ent­hält z.B. ein Iden­ti­ty & Land­s­cape Set und das Mate­ri­al kommt sor­tiert in wie­der­ver­schließ­ba­ren Behäl­tern.

Nach dem Work­shop muss das Mate­ri­al nicht sor­tiert wer­den. Der Ver­leih sor­tiert und rei­nigt das Mate­ri­al nach Rück­ga­be. Das kann, je nach Anzahl der Kof­fer, eine gro­ße Zeit­er­spar­nis bedeu­ten. Der Anbie­ter ver­sen­det kli­ma­neu­tral mit UPS oder DHL und weil die Stei­ne öfter benutzt wer­den, muss weni­ger Kunst­stoff pro­du­ziert wer­den.

Der Ver­leih wur­de von Chris­toph Köper­nick, auch ein zer­ti­fi­zier­ter Mode­ra­tor für die LEGO® SERIOUS PLAY® Metho­de, Anfang 2015 gegrün­det. Er ver­leiht in Deutsch­land und in alle EU-Län­­der. Die Sor­tie­rung der Stei­ne und die Trans­port­lö­sung hat er im Lau­fe der Jah­re, nach eige­nen Work­shops und dem Aus­tausch mit Mode­ra­to­ren immer wei­ter ver­fei­nert.

Die Lei­he bie­tet sich vor allem für Ein­stei­ger mit noch gerin­ger Anzahl an Work­shops an, sowie für die­je­ni­gen, die die Metho­de nur gele­gent­lich nut­zen wol­len.

Soll­te dann spä­ter doch der Bedarf nach eige­nen Sets stei­gen, bie­tet Chris­toph auch den Kauf von Mode­ra­ti­ons­kof­fern sowohl mit oder ohne LEGO-Inhalt an.

Ich sel­ber grei­fe auf die Lei­he zurück, wenn ich grö­ße­re Work­shops mode­rie­re und mit der Bahn anrei­se. In die­sen Fäl­len ist für mich der Trans­port zu unhand­lich, das Schlep­pen zu umständ­lich und der Sor­tier­auf­wand zu groß.

, , , ,

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

*

Menü